Dann ging es weiter in Richtung Süden. Die Route führte uns an Clermond-Ferrand vorbei über das Zentral-Massiv zur Brücke von Millau. Das knapp 2,5 km lange Bauwerk gilt als die größte Schrägseilhängebrücke Europas. Die Fahrbahn überspannt das Tal in 270 Metern Höhe. Schon von weitem sind die rund 350 m hohen Brückenpfeiler zu sehen. Als wir die Ausfahrt Mende passieren, werden Erinnerungen an die letztjährige Tour de France mit der Bergankunft in Mende wach.
Unser Zwischenziel in Valencia erreichten wir am späten Nachmittag. Zwei Tage haben wir uns für die quick- lebendige Metropole Zeit genommen. Ein Rundgang durch die Altstadt lohnt sich wirklich. Auch das Wetter spielte mit blauem Himmel und Temperaturen von 18 bis 20 Grad Celsius wunderbar mit.
Die Route führt uns weiter entlang der spanischen Mittelmeerküste nach Süden. Vorbei an Murcia ging die Autofahrt nach Cabo de Gata, ein Nationalpark der ca. 15 km nördlich von Almeria liegt. Den Tipp erhielten wir von französich- schweizerischen Gästen, die wir im Parador el Saler in Valencia kennen lernten. Die Halb-Wüste von Tabernas (ganz in der Nähe von Almeria) ist als Drehort bekannter Italo-Western den Filmfreunden von Clint Eastwood gut bekannt. Die Kulissen der Westernstadt von "Fort Bravo" lohnen einen Besuch. Schon die Anfahrt mit dem Auto durch einen aus- getrockneten Barranco passt zum Besuch der Westernstadt. Allerdings ist die kurvenreiche Autofahrt über eine Nebenstrecke duch die Sierra Alhamilla von Níjar nach Tabernas nichts für schwache Nerven.
Von Cabo de Gato ging es weiter in Richtung Marbella. Die Wettervorhersage war nicht ganz so gut, was wir am Samstag mit dichter Bewölkung und Regenschauern auch hautnah zu spühren bekamen. Viel Luxus und Schickimicki sind in der Innenstadt und am kleinen Hafen zu finden. Ein Ferrari mit Kennzeichen aus Kuwait gehört genauso dazu wie der hochglanzpolierte SUV aus München. Fast glaubten wir in Entenhausen zu sein, denn soviel Botox-Schnuten wie in Marbella kannst du bei uns zwischen Schalke und Dortmund das ganze Jahr über nicht sehen - Daisy-Duck läßt grüßen.
Die Costa de la Luz haben wir schon einige Male besucht. Die im andalusischen Stil gebauten Hotels haben ihren Charme. Das ist was ganz anderes als an der Costa del Sol. Wir freuen uns auf Sonne, Luft und Meer und haben keinen Tatendrang, die Kultur in den umliegenden Städten Sevilla, Cordoba oder Cadiz ein zweites Mal zu entdecken. Unser Motto war einfach Seele-baumeln-lassen. Der Tag sieht dann in etwa so aus: Spazierengehen am Strand, für die Enkelkinder Muscheln suchen, Pause machen mit einem Cafe con leche, dann wieder Strandsparziergang zurück, diesmal mit Wind von vorne, und letzlich den Hunger und Durst in einem Strandrestaurant mit frischer Paella und einem Copa Vino Blanco stillen. Danach Beine hoch und die Sonne auf den Buddha scheinen lassen. Ach, was ist das herrlich.
unmittelbarer Nachbarschaft zur Motorsport Rennstrecke "Circuito de Jerez" bezogen. Hotel und Lage gefallen uns gut.
Andalusien nach Javea, ein kleiner Ort südlich von Denia. Wir reisen auf einer Landstraße im Landesinneren parallel zur Küste der Costa del Sol bis Granada, von wo aus es an der Sierra Nevada vorbei nach
Nordosten über Murcia an die Küste der Costa Blanca geht. Andalusien zeigt sich hier von einer ganz anderen Seite. Geprägt wird die dünn besiedelte Landschaft von Olivenhainen (in einem unfassbaren Ausmaß) und von sattgrünen Wiesen. Die Autofahrt durch die andalusische Landschaft gibt uns zeitweise ein Gefühl, als führen wir durch das Voralpenland in Bayern. Das angenehme Frühlingswetter - heute mit 27 º C bei Murcia - nehmen wir mit zur Costa Blanca. Die Gegend um Javea gefällt uns recht gut, denn die touristische Infrastruktur ist an diesem Küstenabschnitt zwar ausgeprägt, aber bei weitem nicht so überzogen und bombastisch wie die im benachbarten Benidorm. Wie das Bild links zeigt, ähnelt die Silhouette von Benidorm eher einem Vorort von Manhattan, als dass sie das Bild eines ruhigen Strandes an der Costa Blanca erwarten läßt.